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ViDA-Paket
von der EU genehmigt

E-Invoicing

Die Zukunft der elektronischen Rechnungsstellung

Am 11. März 2025 hat die Europäische Union das ViDA-Paket ("VAT in the Digital Age") offiziell verabschiedet. Ziel dieser Reform ist die Digitalisierung und Automatisierung der Mehrwertsteuerprozesse, um Unternehmen eine effizientere und transparentere Steuerverwaltung zu ermöglichen. 

Die neuen Regelungen betreffen insbesondere die elektronische Rechnungsstellung sowie den Datenaustausch zwischen Unternehmen und Steuerbehörden.

Klares Ziel der EU 

Die Europäische Union fordert eine vollständige Transparenz und die Eliminierung von Mehrwertsteuerbetrug. Jedes Jahr verlieren EU-Länder durch Lücken in der Steuererfassung Dutzende Milliarden Euro. ViDA soll das ändern – durch einheitliche E-Rechnungsregeln, verpflichtende Echtzeitmeldungen und Automatisierung der Umsatzsteuerprozesse.

Was bedeutet das für Unternehmen?

  • Verpflichtende elektronische Rechnungsstellung
    Ab 2028 sind Unternehmen in der EU dazu verpflichtet, ausschließlich elektronische Rechnungen auszustellen. Die Umstellung auf digitale Rechnungsformate soll Steuerprozesse vereinfachen, Fehler reduzieren und die Datenqualität verbessern. Gleichzeitig erleichtert die Standardisierung eine automatisierte Übermittlung und Verarbeitung durch Steuerbehörden.
  • Automatisierter Datenaustausch mit Steuerbehörden
    Mit ViDA wird der digitale Echtzeit-Datenaustausch zwischen Unternehmen und Steuerverwaltungen zur neuen Norm. Moderne Technologien wie EDI (Electronic Data Interchange) ermöglichen eine automatisierte Übermittlung von Transaktionsdaten, wodurch Steuerprüfungen beschleunigt und Meldepflichten vereinfacht werden.
  • Mehr Transparenz durch internationale Zusammenarbeit
    Die neuen Regelungen verbessern den länderübergreifenden Datenaustausch zwischen den Steuerbehörden der EU-Mitgliedstaaten. Ziel ist es, grenzüberschreitende Transaktionen transparenter zu gestalten und Steuerbetrug gezielt einzudämmen.
  • Weniger Verwaltungsaufwand, geringere Kosten
    Durch die digitale Abwicklung von Mehrwertsteuerprozessen können Unternehmen den manuellen Aufwand erheblich reduzieren und von effizienteren Abläufen profitieren. Die Automatisierung spart nicht nur wertvolle Arbeitszeit, sondern senkt auch die Betriebskosten.

Zeitplan für die Umsetzung

  • 2025: Start der Implementierung und erste Maßnahmen zur Automatisierung des Mehrwertsteuersystems
     
  • 2026: Erweiterte Anforderungen an den elektronischen Datenaustausch und die e-Rechnung
     
  • 2028: Einführung der verpflichtenden e-Rechnung für alle Unternehmen in der EU
     
  • Nach 2028: Vollständige Automatisierung des Austauschs von Mehrwertsteuerdaten und stärkere Integration mit nationalen Finanzsystemen.

Ab 2030 müssen grenzüberschreitende B2B-Transaktionen in Echtzeit gemeldet werden. ViDA richtet sich an die vollständige Harmonisierung der E-Rechnung im Geltungsbereich der EU. Daher werden nationale digitale Reportingsysteme bis zum Jahr 2035 an definierte ViDA-Standards angepasst.

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Wie EDITEL Unternehmen unterstützt

Die schrittweise Umsetzung des ViDA-Pakets gibt Unternehmen ausreichend Zeit, sich auf die neuen Anforderungen vorzubereiten. EDITEL unterstützt Sie dabei, Ihre e-Invoicing-Prozesse frühzeitig anzupassen und gesetzeskonform zu gestalten.

Zur Person

Tomasz Kuciel

Director of E-Invoicing and Digital Compliance – EDITEL Group

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